Whitebox – Erfahrungen & Testbericht

überlegen investieren

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Robo Advisor Test

Gesamtwertung Whitebox

Der Robo Advisor aus Freiburg ging erst Mitte Januar 2016 an den Markt. In kürzester Zeit verschaffte sich der Anbieter ein gewisses Standing innerhalb der Branche, weshalb man bei einem ausführlichen Vergleich der Anbieter nicht um Whitebox herumkommt. Seit November 2018 können auch Österreicher den Robo Advisor nutzen.

L
  • Bei hohen Anlagebeträgen sehr günstig
  • Sparplan bereits ab 5 €, Mindestanlage nur 1.000 €
  • Günstige Konditionen für Stiftungen
K
  • Durch CVaR wird versucht, den Markt zu schlagen
  • Eher unübersichtliche Website

Gebühren

Bei Whitebox finden wir die oft von uns geforderte Staffelung nach Anlagevolumen. Je mehr Geld angelegt wird, desto geringer ist der prozentuale Kostensatz. Eher teuer wird es für Anleger, die weniger als 30.000 € anlegen – alle Anlagesummen, die sich jedoch darüber bewegen sind, was die Gebühren angeht, überdurchschnittlich günstig. Besonders attraktiv sind dabei Anlagen 500.000 € und 1.000.000 € – hier ist Whitebox mit einer Gebühr von 0,55 % gemeinsam mit LIQID Spitzenreiter. Bei einem Anlagevolumen zwischen 250.000 € und 500.000 € und über 1.000.000 € muss sich Whitebox nur LIQID geschlagen geben.

Mit einer Mindestanlage von 1.000 € und einer Sparplanrate ab 5 € ist die Hürde für das Investieren mit Whitebox vergleichsweise relativ niedrig, was wir ebenfalls gut finden.

Insgesamt überzeugt uns die Kostenstruktur von Whitebox von allen Wettbewerbern am meisten, weshalb wir an dieser Stelle die volle Punktzahl vergeben! Als besonderes Feature bietet Whitebox übrigens für Gemeinnützige Stiftungen volumenunabhängig die niedrigste Gebühr von 0,55 % – Daumen hoch dafür!

Anbieter Whitebox
Kumulierte Kosten p.a. 0,55 % - 1,15 %¹
Mindestanlage1.000€
Sparplan ab5 €
Anzahl Strategien10
PartnerbankFinTech Group Bank AG
Eine Gegenüberstellung aller Anbieter finden Sie hier.
¹ Kostenstruktur Whitebox

< 30.000 €1,15 %
≥ 30.000 €1,05 %
≥ 50.000 €0,95 %
≥ 100.000 €0,80 %
≥ 250.000 €0,65 %
≥ 500.000 €0,55 %
Gemeinnützige Stiftungen (volumenunabhängig)0,55 %

Anlagestrategie

Die Strategie basiert auf dem gleichen Fundament wie die Strategien der anderen Robo Advisor: Passive, kostengünstige Produkte stellen die Bausteine der Portfolios dar. Die Diversifikation ist mit 35.000 Einzeltiteln in 60 Ländern sehr umfangreich aufgebaut. Allerdings wird hier auf Basis einer Fundamentalanalyse eine Prognose über zukünftige Kursentwicklungen einzelner Titel oder Branchen erstellt. Ähnlich wie Scalable Capital modelliert auch Whitebox das Risiko anhand einer Kennzahl. In diesem Fall ist es das sogenannte CVaR (Conditional Value at Risk).

Gemeinhin gilt diese Methode als sehr viel ausgeklügelter als die VaR Kennzahl, da der Fokus hier nicht nur auf dem Verlustrisiko, sondern auch auf der Verlusthöhe liegt. Das Risikomanagement besteht dann darin, unterbewertete Anlagen zu kaufen und überbewertete zu verkaufen. Damit wird den passiven Bausteinen ein deutlich aktiver Bestandteil hinzugefügt. Whitebox nennt das Yin und Yang der Geldanlage. Allerdings entfernt sich das Unternehmen damit ein gutes Stück von der bewährten Objektivität passiver Anlagestrategien und nähert sich der Subjektivität aktiver Ansätze. Es wird letztendlich der Versuch unternommen, den Markt zu schlagen. Respektiert man die vielfach bestätigte Intelligenz des Marktes, bleibt hier fraglich, inwiefern der Kunde langfristig davon profitiert.

Gut finden wir, dass Whitebox nach eigenen Angaben nur auf synthetische ETFs zurückgreift, wenn diese “deutlich vorteilhafter” sind. Auf Wertpapierleihe wird hingegen nicht geachtet. Zweiwöchentlich wird das Portfolio auf Abweichungen von der vorher definierten Assetallokation überprüft und wieder angeglichen “sobald entsprechende Bandbreiten überschritten werden”. Wie hoch diese Bandbreiten sind, wir leider nicht erläutert.

Usability

Die Website von Whitebox klärt zufriedenstellend über alle relevanten Themen auf. Manchmal wirkt sie dabei jedoch leider ein wenig chaotisch – so gibt es beispielsweise zwei verschiedene Blogs, bei denen auch noch jeweils das Datum der Artikel nicht sofort ersichtlich ist. Ausführliche FAQs und ein Whitepaper helfen jedoch sehr bei der Informationsbeschaffung. Darüberhinaus bietet Whitebox regelmäßig Webinare an. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, hat die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren, oder Whitebox bei Facebook oder Twitter zu folgen.

Die Kontaktaufnahme erfolgt problemlos telefonisch oder via E-Mail für die, die eher mobil unterwegs sind, bietet Whitebox eine Android und IOS App.

Insgesamt bietet Whitebox also grundsätzlich alles, was wir erwarten – aufgrund der Tatsache, dass wir die Website doch ein wenig unübersichtlich finden, ziehen wir einen halben Punkt ab.

Performance

Die Performancedaten von Whitebox lesen sich nicht gut. Magere 2,4 % Wachstum konnte das Portfolio über die letzten zwei Jahre verbuchen – nur und Scalable Capital schnitt hier schlechter ab. Betrachtet man nur das vergangen Jahr, belegt Whitebox mit einem Verlust von -3,7 % sogar den letzten Platz.

Robo Advisor am deutschen Markt

Wir haben sie getestet!
Gebühren: 5/5 Punkte

Bei Whitebox finden wir die oft von uns geforderte Staffelung nach Anlagevolumen. Je mehr Geld angelegt wird, desto geringer ist der prozentuale Kostensatz. Eher teuer wird es für Anleger, die weniger als 30.000 € anlegen – alle Anlagesummen, die sich jedoch darüber bewegen sind, was die Gebühren angeht, überdurchschnittlich günstig. Besonders attraktiv sind dabei Anlagen 500.000 € und 1.000.000 € – hier ist Whitebox mit einer Gebühr von 0,55 % gemeinsam mit LIQID Spitzenreiter. Bei einem Anlagevolumen zwischen 250.000 € und 500.000 € und über 1.000.000 € muss sich Whitebox nur LIQID geschlagen geben.

Mit einer Mindestanlage von 1.000 € und einer Sparplanrate ab 5 € ist die Hürde für das Investieren mit Whitebox vergleichsweise relativ niedrig, was wir ebenfalls gut finden.

Insgesamt überzeugt uns die Kostenstruktur von Whitebox von allen Wettbewerbern am meisten, weshalb wir an dieser Stelle die volle Punktzahl vergeben! Als besonderes Feature bietet Whitebox übrigens für Gemeinnützige Stiftungen volumenunabhängig die niedrigste Gebühr von 0,55 % – Daumen hoch dafür!

Anbieter Whitebox
Kumulierte Kosten p.a. 0,55 % - 1,15 %¹
Mindestanlage1.000€
Sparplan ab5 €
Anzahl Strategien10
PartnerbankFinTech Group Bank AG

Eine Gegenüberstellung aller Anbieter finden Sie hier.

¹ Kostenstruktur Whitebox

< 30.000 €1,15 %
≥ 30.000 €1,05 %
≥ 50.000 €0,95 %
≥ 100.000 €0,80 %
≥ 250.000 €0,65 %
≥ 500.000 €0,55 %
Gemeinnützige Stiftungen (volumenunabhängig)0,55 %
Anlagestrategie: 3,5/5 Punkte
Die Strategie basiert auf dem gleichen Fundament wie die Strategien der anderen Robo Advisor: Passive, kostengünstige Produkte stellen die Bausteine der Portfolios dar. Die Diversifikation ist mit 35.000 Einzeltiteln in 60 Ländern sehr umfangreich aufgebaut. Allerdings wird hier auf Basis einer Fundamentalanalyse eine Prognose über zukünftige Kursentwicklungen einzelner Titel oder Branchen erstellt. Ähnlich wie Scalable modelliert auch Whitebox das Risiko anhand einer Kennzahl. In diesem Fall ist es das sogenannte CVaR (Conditional Value at Risk).

Gemeinhin gilt diese Methode als sehr viel ausgeklügelter als die VaR Kennzahl, da der Fokus hier nicht nur auf dem Verlustrisiko, sondern auch auf der Verlusthöhe liegt. Das Risikomanagement besteht dann darin, unterbewertete Anlagen zu kaufen und überbewertete zu verkaufen. Damit wird den passiven Bausteinen ein deutlich aktiver Bestandteil hinzugefügt. Whitebox nennt das Yin und Yang der Geldanlage. Allerdings entfernt sich das Unternehmen damit ein gutes Stück von der bewährten Objektivität passiver Anlagestrategien und nähert sich der Subjektivität aktiver Ansätze. Es wird letztendlich der Versuch unternommen, den Markt zu schlagen. Respektiert man die vielfach bestätigte Intelligenz des Marktes, bleibt hier fraglich, inwiefern der Kunde langfristig davon profitiert. Gut finden wir, dass Whitebox nach eigenen Angaben nur auf synthetische ETFs zurückgreift, wenn diese “deutlich vorteilhafter” sind. Auf Wertpapierleihe wird hingegen nicht geachtet. Zweiwöchentlich wird das Portfolio auf Abweichungen von der vorher definierten Assetallokation überprüft und wieder angeglichen “sobald entsprechende Bandbreiten überschritten werden”. Wie hoch diese Bandbreiten sind, wir leider nicht erläutert.

Usability: 4,5/5 Punkte

Die Website von Whitebox klärt zufriedenstellend über alle relevanten Themen auf. Manchmal wirkt sie dabei jedoch leider ein wenig chaotisch – so gibt es beispielsweise zwei verschiedene Blogs, bei denen auch noch jeweils das Datum der Artikel nicht sofort ersichtlich ist. Ausführliche FAQs und ein Whitepaper helfen jedoch sehr bei der Informationsbeschaffung. Darüberhinaus bietet Whitebox regelmäßig Webinare an. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, hat die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren, oder Whitebox bei Facebook oder Twitter zu folgen.

Die Kontaktaufnahme erfolgt problemlos telefonisch oder via E-Mail für die, die eher mobil unterwegs sind, bietet Whitebox eine Android und IOS App.

Insgesamt bietet Whitebox also grundsätzlich alles, was wir erwarten – aufgrund der Tatsache, dass wir die Website doch ein wenig unübersichtlich finden, ziehen wir einen halben Punkt ab.

Performance: 2/5 Punkte

Die Performancedaten von Whitebox lesen sich nicht gut. Magere 2,4 % Wachstum konnte das Portfolio über die letzten zwei Jahre verbuchen – nur und Scalable Capital schnitt hier schlechter ab. Betrachtet man nur das vergangen Jahr, belegt Whitebox mit einem Verlust von -3,7 % sogar den letzten Platz.

Robo Advisor am deutschen Markt

Wir haben sie getestet!