Von Sportwetten und der Geldanlage – mit Robo Advisory sicher und rentabel investieren

Sportwetten & Geldanlage – zwei Dinge, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Oder? Nicht unbedingt! In zumindest einer Hinsicht gibt es mehr Gemeinsamkeiten als man denkt. Der Weg zum optimalen Portfolio muss kein schwerer sein; wir machen uns dabei Wissen aus der Wettbranche zu Nutze. 

Worum geht’s?

  • Was Sportwetten und die Geldanlage gemeinsam haben
  • Der Weg zum breit gestreuten Portfolio: „Do-it-Yourself“ als Privatanleger?
  • Warum Investmentfonds eine gute Alternative, aber leider viel zu teuer sind
  • Die Vorzüge eines Robo Advisors

Mit der Geldanlage verhält es sich (zumindest in einer Hinsicht) ähnlich wie mit Sportwetten: Kaum jemand setzt sein ganzes Geld darauf, dass der FC Schalke nächste Saison den DFB Pokal gewinnt. Der Gewinn wäre zwar hoch, die Eintrittswahrscheinlichkeit ist jedoch eher gering. Genauso wenig würde man ausschließlich darauf wetten, dass der FC Bayern nächste Saison wieder international spielt – die Quote ist viel zu gering.  

Die Kombination hingegen ist schon wieder attraktiv: Schaffen es unsere Schalker tatsächlich den Pott zu holen, winkt ein satter Gewinn. Sollte dies nicht gelingen, bekommen wir durch unsere Wette auf den FC Bayern wenigstens den Wetteinsatz zurück. 

Sportwetten vs. Geldanlage

Durch nur 2 Wetten haben wir so unser Risiko verringert und wir gehen entspannt in die neue Saison. Das Ganze können wir nun auch auf dem Kapitalmarkt anwenden. Anstatt nur zwei „Wetten“ einzugehen, versuchen wir möglichst viele – wenn möglich hunderte – Deals abzuschließen.

Ziel ist es, am weltweiten Wachstum Teil zu haben

Wenn die Weltwirtschaft wächst (und das tut sie auf lange Frist immer), dann wächst auch unser angelegtes Geld. Wir möchten also an so vielen Unternehmen aus der ganzen Welt teilhaben wie nur möglich. Das Problem dabei: Jeder einzelne Deal kostet uns wertvolles Geld, die sog. „Ordergebühren“ fangen bei 5 Euro an. Wollen wir 10.000 Euro in 100 Unternehmen anlegen, verlieren wir so schon mindestens 500 Euro.

Für Privatanleger ist ein Portfolio nach dem DIY-Ansatz (Do-it-Yourself) also keine Lösung und Alternativen müssen her.

Die Antwort der Banken: Aktiv verwaltete Investmentfonds.

Hierzu ein einfaches Beispiel: Der fiktive „Reich in Sekunden“-Fonds sammelt Geld von zahlreichen Privatinvestoren wie uns ein. Herr Müller, der Manager unseres RiS Fond, verwaltet das angelegte Geld. Seine Aufgabe ist es, ständig den Markt zu sondieren und Unternehmen auszusuchen, von denen er sich langfristig ein hohes Wachstum erhofft. So stellt er sich ein großes Portfolio aus einigen vielversprechenden Aktien dieser Unternehmen zusammen. Und da Herr Müller jahrelange Erfahrung am Kapitalmarkt hat, ist er der festen Überzeugung, seine Strategie „schlägt den Markt“, d.h. er erwirtschaftet eine höhere Rendite als der Durchschnitt.

Wir müssen unser Geld also nur dem Experten anvertrauen und er wird es vermehren. Da Herr Müller verständlicherweise nicht nur von Luft und Liebe lebt, verlangt er verschiedene Gebühren für seine Arbeit. Diese werden zusammengefasst in einer Gesamtkostenquote, der TER (Total Expense Ratio), und liegen meist um die 2,5 %. Um bei unserem Beispiel von 10.000 Euro zu bleiben, zahlen wir also nur noch 250 Euro an Gebühren pro Jahr. Hinzu kommt die einmalige Ordergebühr in Höhe der angenommenen 5 Euro.

Einfache Geldanlage: Funktionsweise eines Investmentfonds

Herr Müller ist jedoch nicht der einzige Fondsmanager da draußen: Es existieren unzählige Fonds bei diversen Banken, und ein jeder Manager ist aufgrund seiner Erfahrung überzeugt von seinem Können, besser als der Durchschnitt zu sein. Und genau da liegt das Problem: Statistisch gesehen müssen 50% der Fonds schlechter sein als der Durchschnitt, damit die andere Hälfte besser sein kann. Etliche Studien der vergangenen Jahre haben aufgezeigt, dass die Performance jedes Fonds stark schwankt und auf lange Sicht (wenn überhaupt) dem Durchschnitt des Marktes entspricht. Nehmen wir an, dass die Wirtschaft um durchschnittlich 7% pro Jahr wächst und Herr Müller seine Hausaufgaben erledigt hat und sein Portfolio zumindest so gut wie der Markt ist, profitieren wir also von einem Wachstum von 4,5% bzw. 450€ im ersten Jahr.

Auf der Suche nach günstigen Alternativen

Da wir uns mittlerweile aber auch einiges an Wissen angeeignet haben, stellen wir uns die Frage: Brauchen wir Herrn Müller überhaupt? Oder können wir nicht einfach in den Markt investieren? Die Antwort lautet: Ja!

Sogenannte Exchange Traded Funds (kurz: ETF) bieten uns genau das, was wir wollen: Eine genaue Abbildung des Marktes, in den wir investieren wollen, z.B. alle Unternehmen des Deutschen Aktienindex. Die Gewichtung entspricht immer der aktuellen Marktkonstellation und wird nur bei entsprechenden Marktverschiebungen verändert. Steigt der DAX also um 1%, so gewinnt unser Geld auch 1 % an Wert.  Einen solchen Indexfonds gibt es auf einzelne Branchen und Nationen, aber auch auf Rohstoffe oder Immobilien. Auch in Indizes wie den MSCI World, welcher 23 Industrienationen enthält, kann investiert werden.

Der große Vorteil: ETFs werden nicht aktiv verwaltet. Es gibt keinen Manager, den wir bezahlen müssten und die Verwaltungsgebühren (TER) belaufen sich auf nur noch 0,1 bis 0,5 % p. a..

Mit Hilfe von ETF lässt sich also sehr kosteneffizient ein Weltportfolio mit maximaler Risikostreuung erstellen. Für ein ausgewogenes Verhältnis sorgen zum Beispiel Industrienationen und Entwicklungsländer. Als Risikoausgleich kommen Staats- und Unternehmensanleihen in Frage. Auch ETFs auf Rohstoffe, Immobilien oder Währungen mögen in so manchem Kontext sinnvoll erscheinen. Das Problem auch hier: Es fallen individuell Ordergebühren an. Außerdem ist ein ständiges Rebalancing erforderlich, da sich die gewünschte Allokation aufgrund unterschiedlichen Wachstums ständig ändert. Einzelne Titel müssen verkauft und andere zugekauft werden, möchte man als Anleger sein Risikoprofil langfristig beibehalten. Anleger müssen hier also etwas Zeit investieren und kommen nicht um zusätzliche Kosten herum.

Performance Investmentfonds vs. Robo Advisor

Für alle, die sich mit dem Thema Geldanlage schwertun oder nicht die nötige Zeit investieren können bzw. wollen, findet sich eine Komplettlösung am Markt. Sogenannte Robo Advisor eröffnen das Depot, stellen ein Portfolio gemäß individueller Bedürfnisse zusammen und überwachen und optimieren es 24 Stunden, 7 Tage die Woche.

Die von uns getesteten Anbieter offerieren ihre Dienste für eine All-inclusive-Gebühr von nur 0,79% bis 1,26%. Darin enthalten sind bereits die TER sowie Transaktionskosten und Kosten für Depotführung und Kundenservice. Viele erwirtschafteten in ihrer noch jungen Unternehmensgeschichte außerdem eine Rendite, die vergleichbare Benchmarks um Weiten schlug.

Erhebliche Unterschiede gibt es bezüglich der verfolgten Anlagestrategie: Zwar setzen alle Robos auf breite Diversifikation und maximale Risikostreuung, doch im Detail scheiden sich oftmals die Geister. Informationen zu den einzelnen Anbietern und deren Anlagestrategie finden sich in den jeweiligen Testberichten, eine Übersicht gibt es hier.

In unserem Rechenbeispiel erzielen wir mit 10.000 Euro bei einem Robo Advisor mit 1 % Kosten somit stolze 6 % bzw. 600 Euro im ersten Jahr. Durch den Zinseszinseffekt wächst unser angelegtes Geld außerdem exponentiell an, was das Modell Robo Advisory vor allem langfristig sehr lukrativ macht (siehe Abbildung). Der erzielte Mehrwert von in diesem Fall 150 Euro wird nämlich Jahr für Jahr erneut verzinst und bringt uns somit jährlich eine kontinuierlich wachsende Wertsteigerung ein. Nach einer Anlagedauer von 20 Jahren steht so am Ende ein Unterschied von fast 8.000 Euro.

Fazit

Adieu ihr Banken, Hallo Geldanlage der Zukunft! Robo Advisor perfektionieren den Vermögensaufbau: Wissenschaft statt emotionsgetriebenem Handeln, günstige Geldanlage statt teuren Konditionen. Ermöglicht wird das durch automatisierte Prozesse und zwar für jedermann: Bei einigen Anbietern ist ein Investieren gar ohne Mindestbetrag möglich. Somit steht der Kapitalmarkt endlich allen Interessierten offen. In Zeiten niedriger Zinsen und wachsendem Unmut gegenüber Banken kommt das gerade recht.

Alle Robo Advisor am deutschen Markt

Wir haben sie getestet

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