Ginmon – Erfahrungen & Testbericht

Das intelligente ETF-Depot mit modernster Portfoliotechnologie.

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Robo Advisor Vergleich

Gesamtwertung Ginmon

Die Frankfurter Ginmon GmbH wurde 2014 mit dem Ziel gegründet, eine günstige und faire Geldanlage der breiten Masse zugänglich zu machen. Bereits ab einem Anlagebetrag von 1.000 € kann ein Depot eröffnet werden. Die zugrundeliegende Investitionsstrategie basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen des Nobelpreisträgers Eugene Fama.

L
  • Durch die Gewinnbeteiligung versichert Ginmon, wirklich im Interesse des Kunden zu handeln
  • Breit gestreute Anlagestrategie mit etwas höherer Gewichtung von Small Cap Unternehmen
  • Nur phyische ETFs, minimierte Wertpapierleihe
  • Hohe Transparenz, gute Übersicht
K
  • Bei guter Rendite fallen die Kosten vergleichsweise hoch aus

Gebühren

Die Kosten von Ginmon errechnen sich aus zwei Bestandteilen: 1.) Der Pauschale von 0,39 % p.a. auf den Anlagebetrag und 2.) einer Performancegebühr. Hier werden 10 % der Gewinne bei neuen Höchstständen veranschlagt. Dazu kommen die Fondskosten von durchschnittlichen 0,36 %, die allerdings bereits in der Berechnung der Rendite abgezogen sind. In Summe ergeben sich aus Erfolgsbeteiligung, Pauschale und Fondskosten bei einer durchschnittlich 5-prozentigen Rendite Kosten in Höhe von knapp 1,25 % p. a.. Damit liegt Ginmon am oberen Rand des Kostenspektrums, wofür wir einen Punkt abgezogen haben. Dazu kommt aufgrund der fehlenden Staffelung der Preise einen weiterer halber Punkt Abzug. Einen halben Pluspunkt gab es dafür, dass sich aus der Performancegebühr gleich gerichtete Interessen ergeben: Ginmon erwirtschaftet nur dann Gewinne, wenn der Kunde ebenfalls profitiert. So kann das Unternehmen glaubhaft versichern im Interesse der Kunden zu handeln.

Angenommen ein Portfolio mit aktuellem Wert von 10.000 € erwirtschaftet innerhalb eines Jahres eine Rendite von 6 %. Dies entspricht einem Wertzuwachs von 600 €, wovon nun 10 % – also 60 € – an Ginmon abgegeben werden. Die Erfolgsbeteiligung wird somit nur dann fällig, wenn es dem Kunden weniger schwer fällt sie zu zahlen: in Phasen, in denen er Gewinne erzielt. Nach dem sogenannten High Watermark Prinzip fällt diese Gewinnbeteiligung außerdem nur an, wenn der Wert des Portfolios einen neuen Höchststand erreicht. Gab es zwischenzeitlich Wertminderungen und der Kurs erholt sich anschließend wieder, müssen die Gebühren also nicht erneut entrichtet werden. Wir finden diese Methode insgesamt nachvollziehbar und durchaus fair.

Anbieter Ginmon
Kumulierte Kosten p.a. 0,76 % + 10 % Gewinnbeteiligung
Mindestanlage1.000 € mit Sparplan;
5.000 € ohne Sparplan
Sparplan ab50 €
Anzahl Strategien10
PartnerbankDAB Bank; gehört seit 11/2016 zur Consorsbank

Eine Gegenüberstellung aller Anbieter finden Sie hier.

Anlagestrategie

Bezüglich der Anlagestrategie kann Ginmon vollends überzeugen. Mit einer konsequent prognosefreien Strategie greift das Unternehmen auf bewährte Erkenntnisse der Finanzwissenschaft zurück. Die Allokation basiert auf dem Fama-French-Dreifaktorenmodell, welches von den gleichnamigen Wissenschaftlern Kenneth French und Nobelpreisträger Eugene Fama entwickelt wurde. Investitionen finden dementsprechend in fair bewertete Unternehmen (Value Caps; hohes Verhältnis von Buch- zu Marktwert des Eigenkapitals), kleinen Unternehmen (Small Companies) und großen Unternehmen (etwa in Industrieländern, repräsentiert im MSCI World Index) statt. Dabei sind Emerging Countries (Entwicklungsländer) tendenziell etwas stärker repräsentiert. Das erhöht zwar potentiell die kurzfristigen Wertschwankungen etwas, jedoch fällt die Rendite dadurch statistisch gesehen sehr viel höher aus als bei einem reinen Investment in das Marktportfolio. Historische Zeitreihen (dokumentiert von K. French) belegen diesen Umstand über etliche Jahre.

Insgesamt investiert man mit diesem Anbieter in circa 10.000 Unternehmen aus 47 Ländern. Neben Aktien werden dem Portfolio außerdem Unternehmens- und Staatsanleihen beigemischt, wodurch möglichen Wertschwankungen gegengesteuert werden kann. Anleger können hier ihren Wünschen entsprechend eine Gewichtung wählen und so ihr Risikoprofil steuern, was letztendlich einen Einfluss auf die Wertenwicklung des Portfolios hat.

Durch kontinuierliches Rebalancing (oder wie Ginmon das nennt: “Antizyklisches Faktorinvesting”) wird das Portfolio ständig aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Antizyklisch bedeutet hier Folgendes: Gewinnt ein Portfoliobaustein überdurchschnittlich an Wert, wird vermehrt in die entsprechend anderen, niedriger bewerteten, Anlageklassen investiert. Das ursprüngliche Gleichgewicht wird somit wiederhergestellt und bleibt langfristig erhalten.

Privatanleger, die ihr Portfolio eigenständig betreuen, klagen beim Rebalancing oft über hohen Zeitaufwand sowie über zusätzliche Gebühren und anfallende Steuern durch Verkäufe. Bei Ginmon jedoch funktionieren diese Prozesse automatisiert, Ordergebühren gibt es keine, und da Anteile fast nie verkauft werden, fallen auch keine Steuern an. Stattdessen verwendet der Algorithmus anfallende Dividenden und getätigte Einzahlungen, um das Portfolio auszugleichen. Ein stetiges Rebalancing geschieht hier folglich bei jeder Einzahlung (bei einem Sparplan also jeden Monat). Reichen diese regelmäßigen Umschichtung nicht aus um die Struktur des Portfolios beizubehalten, findet ein umfangreicheres, ebenfalls steueroptimiertes, Rebalancing statt. Ausgelöst wird dies bei einer Abweichung von mehr als 10 % von der ursprünglichen Gewichtung.

Schließlich ist die Wahl der einzelnen Indexfonds noch besonders hervorzuheben: nur physisch replizierende ETFs, die Wertpapierleihe minimieren, finden sich im Portfolio wieder. Damit ist Ginmon der einzige Anbieter, der auch hinsichtlich dieses Gesichtspunkts glänzt und Anleger vor versteckten Risiken wahrt. Aus diesem Grund vergeben wir in unserem Test nur an dieser Stelle die volle Punktzahl.

Usability

Die Übersichtlichkeit der Website als auch das aufgeräumte Kundencenter haben uns durch klare Strukturen überzeugt. Darüber hinaus unternimmt Ginmon mit einem Blog, FAQs und Webinaren verschiedene Schritte um Interessenten die Anlagestrategie verständlich darzulegen und zu erklären. Telefonisch war Ginmon in unserem Fall ohne Wartezeit erreichbar. Die Mitarbeiter waren freundlich und kompetent.

Besonders Anleger mit wenig Erfahrungen am Kapitalmarkt finden mit Ginmon einen ausgereiften Anbieter vor, der die Hintergründe auf intuitive Weise vermittelt und dabei auf unnötig komplexe Informationen verzichtet. Aufgrund guter Übersichtlichkeit und hoher Transparenz weiß der Kunde was er tut, wenn er mit Ginmon investiert – genau das sollte einen Robo Advisor ausmachen.

Performance

In puncto Performance 2016 führt Ginmon das Feld an: eine Rendite von stolzen 14,3 % p. a. bei hohem Risiko, 10,0 % bei gemäßigtem und 5,8 % bei niedrigem Risiko ließen Anlegerherzen höherschlagen. Diese Werte können sich sehen lassen. Im Schnitt kommt Ginmon somit auf 10,03 % pro Jahr, was mit minimalem Vorsprung für Platz 1 reicht.

Performancevergleich 2016

Gebühren: 4/5 Punkte

Die Kosten von Ginmon errechnen sich aus zwei Bestandteilen: 1.) Der Pauschale von 0,39 % p.a. auf den Anlagebetrag und 2.) einer Performancegebühr. Hier werden 10 % der Gewinne bei neuen Höchstständen veranschlagt. Dazu kommen die Fondskosten von durchschnittlichen 0,36 %, die allerdings bereits in der Berechnung der Rendite abgezogen sind. In Summe ergeben sich aus Erfolgsbeteiligung, Pauschale und Fondskosten bei einer durchschnittlich 5-prozentigen Rendite Kosten in Höhe von knapp 1,25 % p. a.. Damit liegt Ginmon am oberen Rand des Kostenspektrums, wofür wir einen Punkt abgezogen haben. Dazu kommt aufgrund der fehlenden Staffelung der Preise einen weiterer halber Punkt Abzug. Einen halben Pluspunkt gab es dafür, dass sich aus der Performancegebühr gleich gerichtete Interessen ergeben: Ginmon erwirtschaftet nur dann Gewinne, wenn der Kunde ebenfalls profitiert. So kann das Unternehmen glaubhaft versichern, im Interesse der Kunden zu handeln.

Angenommen ein Portfolio mit aktuellem Wert von 10.000 € erwirtschaftet innerhalb eines Jahres eine Rendite von 6 %. Dies entspricht einem Wertzuwachs von 600 €, wovon nun 10 % – also 60 € – an Ginmon abgegeben werden. Die Erfolgsbeteiligung wird somit nur dann fällig, wenn es dem Kunden weniger schwer fällt sie zu zahlen: in Phasen, in denen er Gewinne erzielt. Nach dem sogenannten High Watermark Prinzip fällt diese Gewinnbeteiligung außerdem nur an, wenn der Wert des Portfolios einen neuen Höchststand erreicht. Gab es zwischenzeitlich Wertminderungen und der Kurs erholt sich anschließend wieder, müssen die Gebühren also nicht erneut entrichtet werden. Wir finden diese Methode insgesamt nachvollziehbar und durchaus fair.

Anlagestrategie: 5/5 Punkte

Bezüglich der Anlagestrategie kann Ginmon vollends überzeugen. Mit einer konsequent prognosefreien Strategie greift das Unternehmen auf bewährte Erkenntnisse der Finanzwissenschaft zurück. Die Allokation basiert auf dem Fama-French-Dreifaktorenmodell, welches von den gleichnamigen Wissenschaftlern Kenneth French und Nobelpreisträger Eugene Fama entwickelt wurde. Investitionen finden dementsprechend in fair bewertete Unternehmen (Value Caps; hohes Verhältnis von Buch- zu Marktwert des Eigenkapitals), kleinen Unternehmen (Small Companies) und großen Unternehmen (etwa in Industrieländern, repräsentiert im MSCI World Index) statt. Dabei sind Emerging Countries (Entwicklungsländer) tendenziell etwas stärker repräsentiert. Das erhöht zwar potentiell die kurzfristigen Wertschwankungen etwas, jedoch fällt die Rendite dadurch statistisch gesehen sehr viel höher aus als bei einem reinen Investment in das Marktportfolio. Historische Zeitreihen (dokumentiert von K. French) belegen diesen Umstand über etliche Jahre.

Insgesamt investiert man mit diesem Anbieter in circa 10.000 Unternehmen aus 47 Ländern. Neben Aktien werden dem Portfolio außerdem Unternehmens- und Staatsanleihen beigemischt, wodurch möglichen Wertschwankungen gegengesteuert werden kann. Anleger können hier ihren Wünschen entsprechend eine Gewichtung wählen und so ihr Risikoprofil steuern, was letztendlich einen Einfluss auf die Wertenwicklung des Portfolios hat.

Durch kontinuierliches Rebalancing (oder wie Ginmon das nennt: “Antizyklisches Faktorinvesting”) wird das Portfolio ständig aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Antizyklisch bedeutet hier Folgendes: Gewinnt ein Portfoliobaustein überdurchschnittlich an Wert, wird vermehrt in die entsprechend anderen, niedriger bewerteten, Anlageklassen investiert. Das ursprüngliche Gleichgewicht wird somit wiederhergestellt und bleibt langfristig erhalten.

Privatanleger, die ihr Portfolio eigenständig betreuen, klagen beim Rebalancing oft über hohen Zeitaufwand sowie über zusätzliche Gebühren und anfallende Steuern durch Verkäufe. Bei Ginmon jedoch funktionieren diese Prozesse automatisiert, Ordergebühren gibt es keine, und da Anteile fast nie verkauft werden, fallen auch keine Steuern an. Stattdessen verwendet der Algorithmus anfallende Dividenden und getätigte Einzahlungen, um das Portfolio auszugleichen. Ein stetiges Rebalancing geschieht hier folglich bei jeder Einzahlung (bei einem Sparplan also jeden Monat). Reichen diese regelmäßigen Umschichtung nicht aus um die Struktur des Portfolios beizubehalten, findet ein umfangreicheres, ebenfalls steueroptimiertes, Rebalancing statt. Ausgelöst wird dies bei einer Abweichung von mehr als 10 % von der ursprünglichen Gewichtung.

Schließlich ist die Wahl der einzelnen Indexfonds noch besonders hervorzuheben: nur physisch replizierende ETFs, die Wertpapierleihe minimieren, finden sich im Portfolio wieder. Damit ist Ginmon der einzige Anbieter, der auch hinsichtlich dieses Gesichtspunkts glänzt und Anleger vor versteckten Risiken wahrt. Aus diesem Grund vergeben wir in unserem Test nur an dieser Stelle die volle Punktzahl.

Usability: 5/5 Punkte

Die Übersichtlichkeit der Website als auch das aufgeräumte Kundencenter haben uns durch klare Strukturen überzeugt. Darüber hinaus unternimmt Ginmon mit einem Blog, FAQs und Webinaren verschiedene Schritte um Interessenten die Anlagestrategie verständlich darzulegen und zu erklären. Telefonisch war Ginmon in unserem Fall ohne Wartezeit erreichbar. Die Mitarbeiter waren freundlich und kompetent.

Besonders Anleger mit wenig Erfahrungen am Kapitalmarkt finden mit Ginmon einen ausgereiften Anbieter vor, der die Hintergründe auf intuitive Weise vermittelt und dabei auf unnötig komplexe Informationen verzichtet. Aufgrund guter Übersichtlichkeit und hoher Transparenz weiß der Kunde was er tut, wenn er mit Ginmon investiert – genau das sollte einen Robo Advisor ausmachen.

Performance: 5/5 Punkte

In puncto Performance 2016 führt Ginmon das Feld an: eine Rendite von stolzen 14,3 % p. a. bei hohem Risiko, 10,0 % bei gemäßigtem und 5,8 % bei niedrigem Risiko ließen Anlegerherzen höherschlagen. Diese Werte können sich sehen lassen. Im Schnitt kommt Ginmon somit auf 10,03 % pro Jahr, was mit minimalem Vorsprung für Platz 1 reicht.

Performancevergleich 2016