Ginmon – Erfahrungen & Testbericht

Vermögensaufbau so effizient wie nie zuvor.

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Robo Advisor Test

Gesamtwertung Ginmon

Die Frankfurter Ginmon GmbH wurde 2014 mit dem Ziel gegründet, eine günstige und faire Geldanlage der breiten Masse zugänglich zu machen. Bereits ab einem Anlagebetrag von 1.000 € kann ein Depot eröffnet werden. Die zugrundeliegende Investitionsstrategie basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen des Nobelpreisträgers Eugene Fama.

L
  • Breit gestreute Anlagestrategie mit etwas höherer Gewichtung von Small Cap Unternehmen und ausschließlich pysischen ETFs
  • Hohe Transparenz, gute Übersicht
  • Beste Performance über 2 Jahre
K
  • Nur durchschnittliche Kosten
  • Keine Staffelung nach Anlagevolumen

Gebühren

Ginmon hat – wohl als Reaktion auf Kundenfeedback – zum 1. Januar 2019 eine fixe Gebühr von 0,75 % eingeführt. Dazu kommen noch durchschnittlich 0,24 % Fondskosten womit Ginmon Kunden eine kumulierte Gebühr von 0,99 % zahlen. Diese Fixgebühr löst das vorherige Preismodell ab, bei dem Ginmon sich eine Gewinnbeteiligung mit dem Kunden sicherte.

So sehr wir den Fairnessgedanken hinter einer fixen Gebühr schätzen, präferieren wir eher eher eine Staffelung nach Anlagevolumen, da wir denken, dass der Nutzer langfristig davon profitiert. Dennoch muss sich Ginmon mit 0,99 % p.a. nicht verstecken und befindet sich damit im Vergleich im guten Mittelfeld. Scalable Capital erhebt beispielsweise eine ähnlich hohe Fixgebühr – Anleger können bei Ginmon jedoch schon ab einer Einmalanlage von 5.000 € ohne Sparplan und 1.000€ mit Sparplan investieren, weshalb wir Ginmon einen halben Punkt mehr gegeben haben als Scalable Capital, welches unabhängig vom Sparplan eine Mindestanlage von 10.000 € fordert.

Anbieter Ginmon
Kumulierte Kosten p.a. 0,99 %
Mindestanlage1.000 € mit Sparplan;
5.000 € ohne Sparplan
Sparplan ab50 €
Anzahl Strategien10
PartnerbankDAB BNP Paribas

Eine Gegenüberstellung aller Anbieter finden Sie hier.

Anlagestrategie

Bezüglich der Anlagestrategie kann Ginmon vollends überzeugen. Mit einer konsequent prognosefreien Strategie greift das Unternehmen auf bewährte Erkenntnisse der Finanzwissenschaft zurück. Die Allokation basiert auf dem Fama-French-Dreifaktorenmodell, welches von den gleichnamigen Wissenschaftlern Kenneth French und Nobelpreisträger Eugene Fama entwickelt wurde. Investitionen finden dementsprechend in fair bewertete Unternehmen (Value Caps; hohes Verhältnis von Buch- zu Marktwert des Eigenkapitals), kleinen Unternehmen (Small Companies) und großen Unternehmen (etwa in Industrieländern, repräsentiert im MSCI World Index) statt. Dabei sind Emerging Countries (Entwicklungsländer) tendenziell etwas stärker repräsentiert. Das erhöht zwar potentiell die kurzfristigen Wertschwankungen etwas, jedoch fällt die Rendite dadurch statistisch gesehen sehr viel höher aus als bei einem reinen Investment in das Marktportfolio. Historische Zeitreihen (dokumentiert von K. French) belegen diesen Umstand über etliche Jahre.

Insgesamt investiert man mit diesem Anbieter in circa 12.000 Einzeltitel aus über 100 Ländern. Neben Aktien werden dem Portfolio Unternehmens- und Staatsanleihen beigemischt, wodurch möglichen Wertschwankungen gegengesteuert werden kann. Darüberhinaus hat Ginmon kürzlich Rohstoffe – ohne Nahrungsmittel – und Immobilien mit in die Portfolios reingenommen, um eine noch breitere Diversifikation zu erreichen. Anleger können hier ihren Wünschen entsprechend eine Gewichtung wählen und so ihr Risikoprofil steuern, was letztendlich einen Einfluss auf die Wertenwicklung des Portfolios hat.

Privatanleger, die ihr Portfolio eigenständig betreuen, klagen beim Rebalancing oft über hohen Zeitaufwand sowie über zusätzliche Gebühren und anfallende Steuern durch Verkäufe. Bei Ginmon jedoch funktionieren diese Prozesse automatisiert, Ordergebühren gibt es keine, und da Anteile fast nie verkauft werden, fallen auch keine Steuern an. Stattdessen verwendet der Algorithmus anfallende Dividenden und getätigte Einzahlungen, um das Portfolio auszugleichen. Ein stetiges Rebalancing geschieht hier folglich bei jeder Einzahlung (bei einem Sparplan also jeden Monat). Reichen diese regelmäßigen Umschichtung nicht aus um die Struktur des Portfolios beizubehalten, findet ein umfangreicheres, ebenfalls steueroptimiertes, Rebalancing statt. Ausgelöst wird dies bei einer Abweichung von mehr als 10 % von der ursprünglichen Gewichtung.

Schließlich ist die Wahl der einzelnen Indexfonds noch hervorzuheben: nur physisch replizierende ETFs (mit Ausnahme von Rohstoff ETFs, die sich kaum physisch replizieren lassen), die Wertpapierleihe minimieren, finden sich im Portfolio wieder. Ginmon setzt außerdem nur auf passive ETFs.

Volle Punktzahl also für Ginmon in der Sparte Anlagestrategie – wir haben nichts auszusetzen!

Usability

Darüber hinaus unternimmt Ginmon mit einem Blog, FAQs verschiedene Schritte, um Interessenten die Anlagestrategie verständlich darzulegen und offene Fragen rund um das Thema Geldanlage zu beantworten. Mit einer App für sowohl Android als auch IOS haben Kunden die Möglichkeit, ihr Depot auch mobil zu verwalten. Die Mitarbeiter waren freundlich und kompetent. Ansonsten besteht die Möglichkeit, Ginmon via E-Mail oder Social Media (Facebook, Twitter & Linkedin) zu erreichen. Ein weiterer Super Service: Ginmon bietet die Möglichkeit, einen Rückruf online zu vereinbaren. Für unsere Leser hier vielleicht nicht so relevant, für einige andere dafür umso interessanter: Ginmon ist der einzige Robo Advisor im Vergleich, dessen Website und Service auch auf Englisch verfügbar ist.

Gutes Usability Paket also  – warum gibt es keine volle Punktzahl? Der Blog könnte etwas aktiver sein und wir würden uns noch einen Live-Chat wünschen.

Performance

In puncto Performance führt Ginmon gemeinsam mit Vaamo das Feld an. In den vergangenen zwei Jahren durften sich Kunden über ein Wachstum von 4,9% freuen – Spitzenwert! Betrachtet man das turbulente letzte Jahr, muss sich Ginmon knapp mit einem Verlust von -0,3 % geschlagen geben.

Robo Advisor am deutschen Markt

Wir haben sie getestet!
Gebühren: 4,5/5 Punkte

Ginmon hat – wohl als Reaktion auf Kundenfeedback – zum 1. Januar 2019 eine fixe Gebühr von 0,75 % eingeführt. Dazu kommen noch durchschnittlich 0,24 % Fondskosten womit Ginmon Kunden eine kumulierte Gebühr von 0,99 % zahlen. Diese Fixgebühr löst das vorherige Preismodell ab, bei dem Ginmon sich eine Gewinnbeteiligung mit dem Kunden sicherte.

So sehr wir den Fairnessgedanken hinter einer fixen Gebühr schätzen, präferieren wir eher eher eine Staffelung nach Anlagevolumen, da wir denken, dass der Nutzer langfristig davon profitiert. Dennoch muss sich Ginmon mit 0,99 % p.a. nicht verstecken und befindet sich damit im Vergleich im guten Mittelfeld. Scalable Capital erhebt beispielsweise eine ähnlich hohe Fixgebühr – Anleger können bei Ginmon jedoch schon ab einer Einmalanlage von 5.000 € ohne Sparplan und 1.000€ mit Sparplan investieren, weshalb wir Ginmon einen halben Punkt mehr gegeben haben als Scalable Capital, welches unabhängig vom Sparplan eine Mindestanlage von 10.000 € fordert.

Eine Gegenüberstellung aller Anbieter finden Sie hier

 

Anlagestrategie: 5/5 Punkte

Bezüglich der Anlagestrategie kann Ginmon vollends überzeugen. Mit einer konsequent prognosefreien Strategie greift das Unternehmen auf bewährte Erkenntnisse der Finanzwissenschaft zurück. Die Allokation basiert auf dem Fama-French-Dreifaktorenmodell, welches von den gleichnamigen Wissenschaftlern Kenneth French und Nobelpreisträger Eugene Fama entwickelt wurde. Investitionen finden dementsprechend in fair bewertete Unternehmen (Value Caps; hohes Verhältnis von Buch- zu Marktwert des Eigenkapitals), kleinen Unternehmen (Small Companies) und großen Unternehmen (etwa in Industrieländern, repräsentiert im MSCI World Index) statt. Dabei sind Emerging Countries (Entwicklungsländer) tendenziell etwas stärker repräsentiert. Das erhöht zwar potentiell die kurzfristigen Wertschwankungen etwas, jedoch fällt die Rendite dadurch statistisch gesehen sehr viel höher aus als bei einem reinen Investment in das Marktportfolio. Historische Zeitreihen (dokumentiert von K. French) belegen diesen Umstand über etliche Jahre.

Insgesamt investiert man mit diesem Anbieter in circa 12.000 Einzeltitel aus über 100 Ländern. Neben Aktien werden dem Portfolio Unternehmens- und Staatsanleihen beigemischt, wodurch möglichen Wertschwankungen gegengesteuert werden kann. Darüberhinaus hat Ginmon kürzlich Rohstoffe – ohne Nahrungsmittel – und Immobilien mit in die Portfolios reingenommen, um eine noch breitere Diversifikation zu erreichen. Anleger können hier ihren Wünschen entsprechend eine Gewichtung wählen und so ihr Risikoprofil steuern, was letztendlich einen Einfluss auf die Wertenwicklung des Portfolios hat.

Privatanleger, die ihr Portfolio eigenständig betreuen, klagen beim Rebalancing oft über hohen Zeitaufwand sowie über zusätzliche Gebühren und anfallende Steuern durch Verkäufe. Bei Ginmon jedoch funktionieren diese Prozesse automatisiert, Ordergebühren gibt es keine, und da Anteile fast nie verkauft werden, fallen auch keine Steuern an. Stattdessen verwendet der Algorithmus anfallende Dividenden und getätigte Einzahlungen, um das Portfolio auszugleichen. Ein stetiges Rebalancing geschieht hier folglich bei jeder Einzahlung (bei einem Sparplan also jeden Monat). Reichen diese regelmäßigen Umschichtung nicht aus um die Struktur des Portfolios beizubehalten, findet ein umfangreicheres, ebenfalls steueroptimiertes, Rebalancing statt. Ausgelöst wird dies bei einer Abweichung von mehr als 10 % von der ursprünglichen Gewichtung.

Schließlich ist die Wahl der einzelnen Indexfonds noch hervorzuheben: nur physisch replizierende ETFs (mit Ausnahme von Rohstoff ETFs, die sich kaum physisch replizieren lassen), die Wertpapierleihe minimieren, finden sich im Portfolio wieder. Ginmon setzt außerdem nur auf passive ETFs.

Volle Punktzahl also für Ginmon in der Sparte Anlagestrategie – wir haben nichts auszusetzen!

Usability: 4,5/5 Punkte

Ginmon hat sicherlich eine der designtechnisch ansprechendsten Websites im Vergleich. Aber bringen sie dabei die wichtigsten Informationen verständlich und klar strukturiert rüber? Auf jeden Fall! Der Nutzer wird nicht erschlagen von Informationen, sondern gut durch die Technologie und das Anlagekonzept geführt. Hierbei erleichtern vor allem eine Fülle von nützlichen grafischen Darstellungen das Verständnis.

Darüber hinaus unternimmt Ginmon mit einem Blog, FAQs verschiedene Schritte um Interessenten die Anlagestrategie verständlich darzulegen und offene Fragen rund um das Thema Geldanlage zu beantworten. Mit einer App für sowohl Android als auch IOS haben Kunden die Möglichkeit, ihr Depot auch mobil zu verwalten. Die Mitarbeiter waren freundlich und kompetent. Ansonsten besteht die Möglichkeit, Ginmon via E-Mail oder Social Media (Facebook, Twitter & Linkedin) zu erreichen. Ein weiterer Super Service: Ginmon bietet die Möglichkeit, einen Rückruf online zu vereinbaren. Für unsere Leser hier vielleicht nicht so relevant, für einige andere dafür umso interessanter: Ginmon ist der einzige Robo Advisor im Vergleich, dessen Website und Service auch auf Englisch verfügbar ist.

Gutes Usability Paket also  – warum gibt es keine volle Punktzahl? Der Blog könnte etwas aktiver sein und wir würden uns noch einen Live-Chat wünschen.

Performance: 5/5 Punkte

In puncto Performance führt Ginmon gemeinsam mit Vaamo das Feld an. In den vergangenen zwei Jahren durften sich Kunden über ein Wachstum von 4,9% freuen – Spitzenwert! Betrachtet man das turbulente letzte Jahr, muss sich Ginmon knapp mit einem Verlust von -0,3 % geschlagen geben.

Robo Advisor am deutschen Markt

Wir haben sie getestet!